Tipp zum Entrümpeln - Kleiderschrank

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Kennen Sie dieses Gefühl, vor dem Kleiderschrank zu stehen und „nichts“ anzuziehen zu haben? Es kommt fast genauso oft vor, wie vor einem überladenen Kleiderschrank zu stehen und sich von keinem Kleidungsstück trennen zu können. Beide Situationen hängen nach Feng Shui mit Blockaden zusammen. 


In einen vollen Kleiderschrank passt nichts mehr rein. Der gestaute Inhalt vermittelt uns das Gefühl „hier passt nichts mehr hinein und ich kann mir nichts Neues gönnen“. Keine neue Anschaffung machen zu können, hat etwas mit Stagnation und gehemmter Entwicklung zu tun. Es ist nicht so wichtig, ob wir uns wirklich etwas Neues kaufen. Alleine das Gefühl der Selbstbestimmung (=Platz zu haben), etwas Neues anschaffen zu können, trägt zum Wohlbefinden bei.

 

Aber warum ist es so schwer sich von getragenen Kleidungsstücken zu trennen?


An unseren Kleidern haften Erinnerungen und Erlebnisse, die sehr persönlichen Charakter besitzen. Ein Kleidungsstück wegzuwerfen ist, als wenn ein Stück des Erlebten weggeworfen wäre. Oft träumen wir und wünschen uns, dass bestimmte Ereignisse sich wiederholen würden. Von dem Kleidungsstück, dass wir mit diesen Ereignissen in Verbindung bringen, werden wir uns auch nur schwer trennen können.


Eine typische Situation dieser Art entsteht, wenn jemand „unfreiwillig“ zugenommen hat und deshalb nicht mehr in die Lieblingsstücke passt. Mit dem Wunsch abzunehmen, wird das Bild, diese Kleidungsstücke wieder tragen zu können, eng verknüpft. Sie wegzuwerfen würde bedeuten, sich mit der Situation „dick sein“ zufrieden zu geben.

Doch spätestens, wenn das Gewicht wieder geringer ist, hat man keine Lust auf die alten Kleider. Die Motivation des Abnehm-Erfolges sorgt für das Bedürfnis nach etwas Neuem. 


Was kann helfen, die Kleiderflut im eigenen Schrank in den Griff zu bekommen?


Einige pragmatische Tipps haben sich in der Praxis gut bewährt:


  • Lieber qualitativ hochwertige aber nur weniger Kleidungsstücke, als viele billige Teile
  • kaufen.
  • Vor dem Einkauf die vorhandene Garderobe sichten und gezielt nach neuen Kombinationsmöglichkeiten suchen. Dann nur ergänzend zu den neuen Zusammenstellungen passende Teile und Accessoires kaufen. 
  • Kleidungsstücke, die Sie eigentlich nicht mehr tragen möchten, die aber zum Wegwerfen zu schade sind, nicht mehr im Schrank aufbewahren. Am besten im „Hausarchiv“ unterbringen. 
  • Statt wegzuwerfen, können gut erhaltene Kleider gespendet werden. Damit machen Sie anderen Freude und sich selbst Platz für Neues. 
  • Sehr gut hilft eine strenge Regel die Sie mit sich selbst ausmachen: immer, wenn Sie ein neues Kleidungsstück kaufen, muss ein gebrauchtes weg! Aber bitte, nicht eine alte Socke gegen einen neuen Mantel austauschen. Das Verhältnis soll schon stimmen. Auf diese Weise verringert sich die Kleidermenge nicht, bleibt aber zumindest konstant. 
  • Gerümpel entsteht auch, wenn Kleidungsstücke nicht getragen werden, weil sie zu reparieren sind. Manchmal fehlt ein Knopf oder der Reißverschluss klemmt und schon landet das Teil im hintersten Schrankwinkel. Bis es dann wieder zum Vorschein kommt und eventuell repariert wird, kann sehr lange Zeit vergehen. Dann sollten wir uns ernsthaft fragen, ob wir das Teil überhaupt noch brauchen. Also beschädigte Kleidung entweder sofort reparieren (lassen) oder gleich wegwerfen bzw. weiter geben. 

 

Die bekannte Redewendung „Kleider machen Leute“ gilt ähnlich im Feng Shui: „Kleidergerümpel macht unzufriedene Leute“.