Tipp zum Entrümpeln - Hausarchiv

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Laut Lexikon (www.wissen.de) bedeutet ein Archiv eine „geordnete Sammlung von Schrift-, Bild- und Tongut einer Person oder Institution, das organisch gewachsen (also nicht planmäßig gesammelt) ist und als archivwürdig befunden wurde.“


Die Formulierung „organisch gewachsen“ bringt das Problem des Gerümpels auf den Punkt. Ohne zu planen oder einem System zu unterliegen, wächst die Sammlung diverser (un)brauchbarer Gegenstände. 

In einem Archiv wird zunächst alles abgelegt, was noch eventuell nützlich sein kann. Anders ausgedrückt, alles wovon wir uns nicht sofort trennen können.

 

Wie sieht ein Hausarchiv aus?

 

Dazu brauchen Sie ein Regal und mehrere leere Kartons. In die Kartons wird alle gepackt, was Sie eigentlich nicht mehr brauchen, aber was Sie nicht wegwerfen wollen, wie z.B. nicht zu Ende durchgelesene Zeitschriften, ausgeschnittene Kochrezepte, die Sie „mal“ ausprobieren wollen, Geschenke, mit denen Sie nichts anfangen können, Kleidung, die nicht mehr passt oder unmodisch geworden ist, Mitbringsel und Andenken, die an Bedeutung verloren haben und vieles mehr.


Sortieren Sie diese Gegenstände „sortenrein“, das bedeutet Papier, Kleidung, Flohmarktartikel, Schuhe etc. in die Kartons. Auf jeden Karton schreiben Sie nur die Art der Gegenstände (siehe oben) und das Datum, an dem Sie den Karton verschlossen haben. Stellen Sie die Kartons in einem Regal im Keller oder in der Abstellkammer auf.


Schauen Sie sich das Datum auf den Kartons regelmäßig an. Steht ein Karton seit bis zu zwei Jahren unberührt im Regal, dann ist seine Zeit abgelaufen. Trennen Sie sich von ihm, aber bitte – ohne ihn aufzumachen! Werfen sie ihn, je nach Art des Inhalts, in die Altpapiertonne, in den Kleidercontainer oder geben sie ihn an einen Flohmarkthändler weiter. Bitte versuchen Sie nicht, den Inhalt selber zu verkaufen! Sie würden garantiert viele Sachen wieder behalten.


Diese einfache und sehr wirksame Methode führt nur zum Erfolg, wenn Sie die Archiv-Kartons vor dem Wegwerfen nicht mehr öffnen.


Wenn Sie einen Gegenstand zwei Jahre nicht gebraucht haben, dann hat sich seine Funktion und Bestimmung für Sie erledigt. Sie brauchen ihn nicht mehr. Sie wissen gar nicht mehr, dass Sie ihn besitzen. Würden Sie den Karton vor dem Wegwerfen öffnen und den Inhalt sichten, bliebe der Erfolg aus. Die Gegenstände würden wieder „belebt“ und ihre Beziehung mit ihnen aktiviert. Dann passiert garantiert das, was Sie sicher schon erlebt haben: „ich habe es vor einigen Tagen weggeworfen und heute brauche ist es“. Wenn Sie nicht mehr wissen, was Sie weggeworfen haben, können Sie es auch nie wieder vermissen.